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- Geschrieben von: Moritz Conjé
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Auf der Suche nach einem System zur Selbstorganisation bin ich im Verlauf der Recherche auf den “Second-Brain-Approach” von Tiago Forte (fortelabs.com/blog) gestoßen. Dieser Ansatz bietet mir grundlegend die Funktionen, welche ich suchte.
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- Geschrieben von: Moritz Conjé
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In den letzten Jahren, während des Studiums und auch im Berufsalltag waren Notizbücher meine ständigen Begleiter. Sie waren schnell zur Hand und ich konnte mir kurze Notizen machen oder eine kleine Skizze anfertigen; außerdem mochte ich die Haptik des Papiers und Einbands und liebte es, mit dem Stift in der Hand zu jonglieren und nachzudenken.
Mit der Zeit hatten sich einige Bücher und Hefte angesammelt, manche davon nur auf den ersten Seiten beschrieben, andere voller Notizen und ergänzt mit losen Notizzetteln, aufgeklebten Post-Its, eingesteckten Büroklammern und Haftstreifen zum Markieren von Seiten. Manche thematisch sortiert, andere mit einer Vielzahl von losen Gedanken, Ideen und Skizzen.
Eines hatten Sie jedoch alle gemeinsam; irgendwann wanderte jedes Buch ins Regal und wurde lange Zeit nicht mehr angefasst.
Besonders wenn die Bücher und Hefte mehrere Themen beinhalteten, war es schwer, die Zusammenhänge und Querverweise nach langer Zeit nachzuvollziehen. Auch wenn sich ein Thema über mehrere Bücher erstreckte, war es schwer, diese wieder sinnvoll zusammen zu führen. Außerdem war unterwegs häufig nicht immer das richtige Buch zur Hand, sodass ich auch dadurch die Inhalte immer weiter verstreuten. Dadurch wurde die Suche von Inhalten mit der Zeit immer mühevoller und zur echten Detektivarbeit. Ein weiteres Feature, dass dem analogen Medium fehlte; eine Erinnerungsfunktion oder Alarm, der auf Termine oder Fälligkeiten hinwies.
Mir ging eine Vielzahl von Informationen und potenzielle Synergien verloren. Auch die Vielfalt an Hobbies und Interessen wuchs mit der Zeit immer weiter oder veränderte sich.
Organisations-Tools im Arbeitsalltag ganz normal
Im Arbeitsalltag sind Tools für die Organisation von Projekten, der Zusammenarbeit mit Kollegen und dem Aufbau einer Wissensdatenbank ganz normal. Dazu stehen verschiedene Tools zur Verfügung wie zum Beispiel Confluence und JIRA von Atlassian. Eine zentrale Übersicht der Aufgaben und eine flexible Wissensdatenbank erleichtern den Arbeitsalltag enorm.
Nun stand ich auch privat vor der Herausforderung, Interessen, Notizen und Hobbies, sowie die täglichen Aufgaben sinnvoll und einheitlich zu organisieren. Im Alltag stoße ich ständig durch Empfehlungen von Samsung FREE oder der Google Discover verschiedenen Plattformen wie YouTube, Reddit und den beruflichen Netzwerken auf interessante Informationen, werde von Beiträgen inspiriert oder möchte kurz einen spontanen Gedanken notieren.
Mehr als nur Notizen: Anspruch und Anforderungen an die Selbstorganisation im Alltag
Bisher habe ich für persönliche Notizen verschiedenste Formate und Medien ausprobiert: physische Notizbücher, die sicherlich einigen Charm haben, aber eben analog sind und in denen man schlecht referenzieren, strukturieren oder suchen kann. Für Skizzen und Mockups eignen sie sich hingegen sehr gut und lassen sich intuitiv nutzen.
Ein weiteres Medium sind natürlich diverse digitale Apps oder Tools, wie die Notizen-App auf dem Samsung oder Mac-Book, Tabellen/Spreadsheets in der Cloud von Google oder Microsoft. Diese bieten verschiedene Vorteile wie Rechenfunktionen und Auswertungsvisualisierung oder die Angabe eines Status. Auch Anwendungen wie “Pocket” habe ich zeitweise genutzt, jedoch konnte sich das Tool im Alltag nicht etablieren und ich nutzte es immer weniger.
Mit meinen Kalendern bin ich mittlerweile auf eine selbst gehostete Version von OwnCloud umgestiegen und bin sehr zufrieden damit.
Weitere selbst gehostete Software wie MediaWiki oder auch OnlyOffice habe ich ebenfalls ausprobiert, sie waren für meine Zwecke aber nicht geeignet.
Auch die private Nutzung von Confluence und JIRA habe ich per Test-Account kurzzeitig ausprobiert. Allerdings ist eine der größten Anforderungen an ein Tool die Verwendung von durchsuchbaren und filterbaren Tabellen und Datenbanken. Dies ist bei Confluence nur durch den Einsatz von (kostenpflichtigen) Erweiterungen möglich.
Herausforderung: unzählige Quellen, verschiedene Notizspeicher, eine Vielzahl an Interessen
Anhand der Erfahrung aus den letzten Jahre, ergaben sich für mich folgende Herausforderungen:
- es gibt eine Vielzahl an Quellen die mich im Alltag begleiten und mir Informationen in unterschiedlichen Formaten zur Verfügung stellen
- bisher habe ich analoge handschriftliche Notizen, Textdateien und Cloud-Anwendungen genutzt. Verschiedene Informationen zum gleichen Thema liegen also an verschiedenen Orten.
- meine Interessen sind vielfältig, teilweise haben sie Berührungspunkte, teilweise stehen sie für sich alleine
Anforderungen an das System
An das technische System ergeben sich für mich folgende Anforderungen:
- es muss ein digitales System, dass alle Informationen zentral verfügbar macht
- es muss dabei leicht durchsuchbar sein (Suchfunktion, Indexierung o.ä.)
- es muss geräteübergreifende Nutzung ermöglichen (Desktop und mobile Geräte - um die Synergien zu nutzen)
- man muss aus verschiedensten Quellen-/Plattform und Anwendungen Inhalte erstellen können (kompatible mit allen Informationskanälen)
- es muss die Möglichkeit geben die erstellen Inhalte mit Mehrwert zu versehen (Verlinkung der Inhalte untereinander, Übertrag auf andere Themen, Kategorisierung von Inhalten, Erstellung von Notizen)
- es muss hochgradig anpassbar sein (eigene Integration von Filtern, Kategorien und Rastern, verschiedene Darstellungsoptionen der Inhalte je nach Bedarf)
- es muss Multi-User-fähig sein (gleichzeitige Nutzung mit 2+x Nutzern und gleichzeitige Bearbeitung von Dokumenten und Inhalten, Arbeit im Team)
- es muss die Möglichkeit bieten verschiedener Mediadaten hochzuladen (Bild, Video, Audio)
- es muss eine Art von Projektmanagement abbilden können (Kanban-Board, Status-Anzeige, Fälligkeitsdatum, Verantwortlichkeit etc.)
Mit diesen Überlegungen begann meine Reise durch das Thema Selbstorganisation, der ich noch immer interessiert folge.
Vor der Wahl des Tools lernte ich viel über verschiedene Ansätze der Selbstorganisation; warum für meine alltäglichen Bedürfnisse der "Second-Brain-Approach" die bisher am besten geeignete Methode ist und mit welchem Tool ich diesen derzeit am umsetze, berichte ich in diesem Beitrag: "Mit dem Second-Brain-Approach zu mehr Ruhe".
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- Geschrieben von: Moritz Conjé
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Mitte 2022 habe ich mich entschieden ein Tablet zu kaufen um zu sehen, ob mir das Gerät im Alltag einen Mehrwert bei den täglichen Aufgaben bringen würde. Ich hatte vor Jahren bereits ein iPad besessen, dessen Software war aber nicht mehr mit aktuellen Apps und ebenfalls nicht mit der Windows/Android-Umgebung kompatible, die ich mittlerweile verwendete.
Als das Samsung Tab S6 lite im Angebot war, nutzte ich die Chance und kaufte mir ein Gerät; es war nicht zu teuer und hatte die richtige Größe, um es im Alltag auszuprobieren. Ich merkte schnell, dass ich das Tablet für viele Aufgaben im täglichen Verlauf verwendete.
Dabei konnte es genau die Lücke zwischen Handy und Laptop schließen.
Wo ein Handy zu klein und umständlich zu bediene war, bot der Bildschirm des Tablets genug Platz, um die Anwendung gut bedienen zu können. Die Eingabe per Stift mit Schrifterkennung ermöglicht eine intuitive Bedienung und die schnelle Eingabe von Notizen und Ideen. Auch Skizzen und Schaubilder ließen sich so gut und im gewohnten Handling erstellen. Das Tablet ist dabei leistungsstärker als das Smartphone und bieten mir daher bessere Möglichkeiten für die produktive Arbeit.
Gegenüber dem Laptop ist das Tablet schnell einsatzbereit und aktiviert, das System und die Apps starten zügig und zuverlässig. Wenn ich an längeren Texten arbeite, sind Tastatur und Maus per Blutooth schnell angeschlossen und bieten ein optimales Eingabeerlerbnis.
Etabliert und Potenzial erkannt - Upgrade
Während der intensiven und kurzen Testphase hat sich die Nutzung des Tablets bereits im Alltag etabliert. Die Schwächen des Modells führten schnell zu einem Upgrade in eine neueres Modell - dem Tab S8 Ultra.
Hier kann nun per DeX-Mode ein zusätzlicher Monitor verwendet werden, auf dem die Anwendungen laufen könnten, während die Touchfunktion des Tablets erhalten bleibt. Diese Funktion lässt die Grenzen zum Laptop/Convertable weiter verschwimmen. Der größte Vorteil ist die absolute Lautlosigkeit des Geräts, kein Lüfter springt an und keine Festplatte klackert.
Natürlich ist das Gerät auch optimal für die abendliche Unterhaltung geeignet und bietet sich zum Konsum von Serien, Filmen und auch Spielen (Cloud-Streaming und Emulation) an. Dies hat dazu geführt, dass ein weiteres Gerät in den Fokus der Aufmerksamkeit geraten ist, der Smart TV; wie lange er seine Funktion noch rechtfertigen kann, bleibt abzuwarten ;-)
Samsungs System Synergien
Ein weiterer großer Vorteil sind die Synergien innerhalb des Samsung-Systems mit Tablet - Smartphone und Windowsrechner.
So lässt sich das Tablet als Zweitmonitor am Latop / Rechner nutzen (Screensharing/SuperDisplay) und erhält dabei seine Touch-Funktion. Somit kann ich das Gerät als Grafiktablet mit Photoshop verwenden.
Per Samsung Flow lassen sich außerdem Dateien einfach zwischen allen Geräten versenden. Der größte Vorteil ist dabei, dass auch die Zwischenablage geteilt werden kann. Zum Beispiel steht markierter und kopierter Text vom Handy auch direkt auf dem Tablet und Windowsrechner zur Verfügung. Dies ist besonders praktisch, wenn man die Texterkennung der Smartphone-Kamera nutzt. Beim Lesen von Büchern können so längere Zitate einfach per Handy abfotografiert werden, in der App durch Schrifterkennung in markierbaren Text umgewandelt werden und per Strg-C auf allen Geräten geteilt werden. Gerade beim lesen von Fachbücher, hat mir dies die Erstellung von Notizen stark erleichtert.
Fazit
Zusammengefasst ist das Tablet im Alltag mittlerweile mein ständiger mobiler Begleiter; es ist schnell zur Hand bietet eine sehr intuitive Bedienung und lässt sich schnell für aufwendigere Eingaben durch externe Hardware erweitern. Die intensive und produktive Nutzung geht dabei Hand in Hand mit der Etablierung eines persönlichen “Projektmanagement”-Tools, zur Strukturierung der täglichen Aufgaben, vielfältiger Freizeitprojekte und Hobbies sowie der Familienorganisation. Hier geht es zum ersten Teil auf dem Weg zum privaten Organisationstool.
Nutzung Samsung Synergien & WIN10 Umfeld
- sehr gut Kompatibilität mit Win10-Rechnern
- als Zweitmonitor geeignet (modelabhängig)
- als Zeichen- / Schrifttablet geeignet (modelabhängig)
- Samsung Flow: einfaches kopieren von Dateien, Texten, der Zwischenablage zwischen den Geräten
Schnelle Nutzung und Eingaben
- gute Handschrifterkennung (bei Bedarf Umwandlung in Text)
- sehr guter Stift (S Pen)
- DeX Mode: Tablet kann mit Tastatur und Maus (ggf. weiterer Peripherie) an einem Monitor als "Laptop” verwendet werden.
Größte Einschränkung
- bisher nur Nutzung von Apps, keine dedizierte Software installierbar (keine *.exe), da weiterhin Android als OS läuft. Die ONE UI 5.0 ist aber bereits sehr gut angepasst
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- Geschrieben von: Moritz Conjé
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Joomla begleitet mich seit 2008 und Version 1.5, die Zeiten von Mambo habe ich also nicht mehr wirklich miterlebt. Ich muss zugeben, zu Anfang war es kein Vergnügen sich in Joomla einzuarbeiten. Ich hatte während meiner Ausbildung erste Schritte im Bereich HTML und CSS gemacht und zu Anfang sogar noch mit Framesets gearbeitet.
Als die Ansprüche an die eigenen kleinen Webprojekte größer wurde, musste aber ein anderes System her, das die bis dahin statischen HTML-Dateien ersetzte.
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- Geschrieben von: Moritz Conjé
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Nach zwei Jahren Homeoffice ist die Einrichtung des Arbeitsplatzes zu Hause immer wieder ein Thema und erfährt stetig kleine Updates.
Besonders die Webcam stand zuletzt im Fokus. Der Markt der "Streaming-Cameras" hat die letzten Monate einige neue Modelle hervorgebracht. Ältere Modelle waren aufgrund der aktuellen Lage und auch der Knappheit von Rohstoffen schnell vergriffen (Logitech C920 HD Prooder) und stiegen stark im Preis. Neue Modelle (Brio Stream 4k oder Elgato Facecam) waren zum Verkaufsstart sehr teuer und aufgrund der Bauweise optisch trotzdem stark eingeschränkt.
Ohne auf Vergleiche eingehen zu wollen, gab es deutliche qualitative Unterschiede, aber keines der Modelle überzeugte mich vollkommen.
Weiterlesen: Webcam-Setup im Homeoffice (mit Freizeitaspekten)