moritz conjé
Projektmanagement
Kommunikation & Konzeption
T-Shaped Professional

Notizblog

Beiträge zu Projekten und Themen die mich beschäftigen;
zwischen Work-Life-Flow, Freizeit, Weiterbildung und technischen Spielereien.

12. August 2026

Die fünfte Rolle: wie der Kurator (agt_kur) das Rollenmodell selbst korrigiert

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Ein Rollenmodell zu entwerfen und mit genau diesem Entwurf gegen eine bereits getroffene, dokumentierte Entscheidung zu verstoßen, ohne es zu merken – das ist mir beim Ausarbeiten meiner fünften Rolle tatsächlich passiert. Aufgefallen ist der…
11. August 2026

Vier Rollen für ein Second Brain: wie ich Agenten-Verantwortlichkeiten definiert habe

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Irgendwann habe ich nachgezählt: 1.638 Input-Notizen standen nur 36 tatsächlich verarbeiteten Notizen gegenüber – weniger als drei Prozent. Das Sammeln hatte in meinem Second Brain längst funktioniert, das Verarbeiten nicht. Die eigentliche Frage war dabei…
05. August 2026

Wenn das Kanban-Board bricht: Grenzen des Task-Board-Plugins und der Weg zu Bases

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Mit dem Prozessmodell stand fest, wie ich über mein Second Brain denken will. Für die tägliche Arbeit brauchte ich aber auch ein Werkzeug, das dieses Denken abbildet – ein Kanban-Board für Projekte und Aufgaben. Genau…
01. August 2026

Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Nach dem Datenimport aus Notion stand die nächste Frage im Raum: Nach welcher Logik sollen die zusammengeführten Daten künftig geordnet werden? Naheliegend war PARA (Projects/Areas/Resources/Archive) / fortelabs.com – das bekannteste Ordnungssystem in diesem Umfeld. Es…
11. Juli 2026

Vendor-Lock-In vs. Second-Brain-Ziel: warum Werkzeugunabhängigkeit ein Nebeneffekt ist, kein Zweck

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Bevor ich mich der eigentlichen Ordnungsfrage meines Second Brain zugewandt habe (Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist), musste ich mir über etwas Grundlegenderes klar werden: Wie hält man Kontext über viele Chat-Sessions…
10. Juni 2026

Warum ich Notion verlassen habe, und wie der Umzug ins Second Brain lief

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Ich habe über Jahre hinweg mein privates Wissen in Notion gesammelt: Projektnotizen, Buchzusammenfassungen, Recherchen, Ideen für diesen Blog. Über 1.600 Einträge kamen so zusammen. Alles unter dem Second-Brain-Ansatz, mit dem Vorsatz, aus den Inputs im…
18. Mai 2026

Home-Assistant-Backups auf TrueNAS: die Haussteuerung absichern

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Im Auftakt dieser Serie hatte ich TrueNAS als zentralen Netzwerkspeicher vorgestellt, im letzten Beitrag bin ich tiefer auf dessen Aufbau eingegangen. Diesmal geht es um eine konkrete Nutzung dieses Speichers: die automatische Absicherung meiner Home-Assistant-Instanz.…
30. April 2026

Home Assistant sauber strukturieren: Abstraktionsebene und Label-Konzept

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Im Auftakt dieser Serie hatte ich Home Assistant als Herzstück meiner Haussteuerung erwähnt. Mit der Zeit ist daraus mehr geworden als eine Sammlung einzelner Automationen: Ohne bewusste Struktur wächst so ein System schnell über den…
13. April 2026

TrueNAS als Storage-Fundament: ein zentraler Netzwerkspeicher fürs Homelab

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Im Auftakt dieser Serie habe ich TrueNAS bereits kurz als meinen zentralen Netzwerkspeicher erwähnt. Diesmal gehe ich tiefer: Warum überhaupt ein eigenes NAS statt verteilter Daten je Dienst, wie ich den Speicher technisch aufgebaut habe…
27. März 2026

Mein Homelab: Aufbau, Hardware und der Start einer neuen Artikel-Serie

in Homelab

von Moritz Conjé & Claude (Co-Autor)

Seit einiger Zeit betreibe ich zu Hause ein eigenes kleines Rechenzentrum: mehrere Mini-PCs, ein Netzwerkspeicher und darauf verteilt eine wachsende Zahl an Diensten, die ich selbst einrichte, pflege und weiterentwickle. Diesen Beitrag verstehe ich als…
27. Februar 2026

Mit Claude AI dein Second Brain kuratieren

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

Wer viel sammelt, kennt das Problem: Über Wochen und Monate häufen sich Artikel, Videos, Notizen zu einem Thema an. Sie liegen in deinem Second Brain; gut organisiert nach Tags und Kategorien. Aber irgendwann fragst du…
16. November 2025

Finanzen im Blick: Dashboard mit Apache Superset

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

Wer seine Ausgaben wirklich verstehen will, braucht mehr als eine Excel-Tabelle. Ich habe Apache Superset lokal aufgesetzt – und mit etwas KI-Unterstützung ein Sankey-Diagramm gebaut, das meine Finanzen in vier Ebenen visualisiert. Warum überhaupt ein…
24. Oktober 2025

Papierloses Zuhause: Dokumentenverwaltung mit paperless-ngx (Self-Hosted)

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

Einleitung: Das Problem der Papierlast Dokumente sammeln sich an. Steuererklärungen, Verträge, Rechnungen, Quittungen, Behördenschreiben. Manche liegen noch auf meinem Schreibtisch von vor einem Jahr. Andere sind in Ordnern archiviert, aber wo genau? Das digitale Chaos…
21. September 2025

Start in die Heimautomation: Proxmox, InfluxDB & Grafana für Home Assistant

in Work-Life-Flow

von Moritz Conjé

Einleitung: Die Ausgangslage Home-Automation war lange ein Konzept, mit dem ich mich nicht auseinandersetzt habe. Bis Arbeitskollegen anfingen, davon zu erzählen. Diese Gespräche waren informativ und detailliert - erzeugten bei mir aber auch eine erste…
29. August 2025

Michigan baut Drohnen-Testkorridor: M-Air angekündigt

in Gesellschaft

von Moritz Conjé

Die zunehmende Verdichtung von Städten und die wachsende Nachfrage nach schnellen Transportlösungen führen dazu, dass auch der Luftraum stärker in den Fokus rückt. Drohnen und elektrische Luftfahrzeuge gelten als ein möglicher Baustein zukünftiger Mobilität –…
29. August 2025

Bloomberg City Data Alliance wächst weiter – Datenkompetenz als Fundament smarter Städte

in Gesellschaft

von Moritz Conjé

Städte im Wandel: Daten als Grundlage moderner Verwaltung Städte weltweit stehen vor zunehmenden Herausforderungen: wachsende Bevölkerungszahlen, Klimawandel, Ressourcenknappheit und steigende Anforderungen an öffentliche Dienstleistungen. Um diese Aufgaben zu bewältigen, wird die Fähigkeit, Daten systematisch zu…
02. Juni 2025

Arbeitszeitmodelle im Wandel – zwischen Flexibilisierung und Leistungsdruck

in Gesellschaft

von Moritz Conjé

1. Einleitung: Mehr als nur Stunden – Arbeitszeit im Wandel Hand aufs Herz, kaum etwas beeinflusst unser Leben so direkt wie unsere Arbeitszeit. Es geht nicht nur darum, wie viel Geld am Ende des Monats…
28. Mai 2025

Smart Workplaces in Städten – Wie Digitalisierung weiterhin die Arbeitskultur verändert

in Gesellschaft

von Moritz Conjé

Die Digitalisierung hat nicht nur unsere Städte, sondern auch unsere Arbeitskultur grundlegend verändert. Mit dem Aufkommen von Smart Workplaces verschmelzen physische und digitale Arbeitswelten, was neue Herausforderungen und Chancen für Unternehmen und Mitarbeitende mit sich…
28. Mai 2025

Bürgerbeteiligung neu gedacht – Das Projekt un:box cologne

in Gesellschaft

von Moritz Conjé

Warum Bürgerbeteiligung heute neu gedacht werden muss Viele Kommunen in Deutschland kennen die Herausforderung: Bürgerbeteiligung wird oftmals als langwieriger, bürokratischer Prozess empfunden. Dabei ist eine effektive Einbindung der Bürger entscheidend für die Akzeptanz und den…
24. Mai 2025

Homo Creator: Der schöpferische Mensch im Spiegel der Technik – Ein persönlicher Blick

in Gesellschaft

von Moritz Conjé

Einleitung: Technik als Ausdruck unseres Selbst Technik ist mehr als nur ein Werkzeug – sie ist der Spiegel unserer eigenen Kreativität und unseres Verständnisses von der Welt. Als „Homo Creator“ begreifen wir den Menschen als…
Vendor-Lock-In vs. Second-Brain-Ziel: warum Werkzeugunabhängigkeit ein Nebeneffekt ist, kein Zweck

Bevor ich mich der eigentlichen Ordnungsfrage meines Second Brain zugewandt habe (Vom PARA-Schema zum Prozessmodell: wie mein Second-Brain-Konzept gereift ist), musste ich mir über etwas Grundlegenderes klar werden: Wie hält man Kontext über viele Chat-Sessions mit Claude hinweg eigentlich zusammen? Ein einzelner Chat lässt sich zwar über verschiedene *.md-Dateien – unter anderem eine MEMORY.md – recht gut mit Kontext ausstatten. Trotzdem bleibt er im Kern ein einzelnes, unabhängiges Gespräch. Bei nur einem Projekt fällt das kaum auf. Bei mehreren, teils eng verzahnten Projekten wird daraus schnell ein Problem.

Vom Einzel-Chat zum Multi-Projekt-Kontext

Der nächste naheliegende Schritt ist die Bündelung: mehrere Chats innerhalb eines Projektkontextes. Das bringt bereits einiges – Chats lassen sich leichter referenzieren, ein echter Projektkontext baut sich über Zeit auf. Nur bleiben diese Projekte dabei in sich geschlossen. Sobald zwei Projekte größere inhaltliche Schnittmengen haben, will man den Detail-Kontext zwar weiterhin im jeweiligen Projekt belassen – aber zusätzlich eine Ebene, auf der man von den Inhalten der anderen zumindest weiß. Genau das übernimmt bei mir das LLM-Wiki: eine projektübergreifende Kontext-Basis, in der sich Informationen schnell wiederfinden lassen oder ich als Nutzer proaktiv darauf verweisen kann ("du weißt, wie wir arbeiten").

Eine zweite Schicht für die Spielregeln

Innerhalb dieses LLM-Wikis gibt es noch eine weitere, eigene Ebene: die System-Ebene. Dort liegen Leitfäden, Rollenbeschreibungen und Skills – nicht das Wissen selbst, sondern die Regeln, nach denen mit diesem Wissen gearbeitet wird. Durch diese zweite Schicht lässt sich an den eigentlichen Kern, das LLM-Wiki, grundsätzlich jedes KI-Tool andocken und relativ schnell mit dem vorhandenen Kontext vertraut machen.

Drei Schichten: Wissen, Regeln, Werkzeug

Daraus ergibt sich ein Drei-Schichten-Modell: WAS – das Wissen, also das eigentliche LLM-Wiki, der wachsende Kontext aller Chats und Projekte. WIE – das System, also Regeln, Leitfäden und Vorgehen als eigene *.md-Konfiguration, unabhängig von den Wissensinhalten. WER – das Werkzeug, aktuell Claude, grundsätzlich aber austauschbar. Interessant dabei: Nicht nur das KI-Tool selbst ist austauschbar, auch die Software, in der die WAS-Ebene technisch geführt wird – bei mir aktuell Obsidian – ließe sich grundsätzlich ersetzen, solange das Zielformat bei einfachen Markdown-Dateien mit Frontmatter bleibt.

3-Ebenen-des-agentischen-KI-Systems

Der Denkfehler, den ich korrigieren musste

Meine erste Einordnung dieser Drei-Schichten-Trennung war schief gewichtet: Ich hatte den Schwerpunkt auf die Vermeidung von Vendor-Lock-In gelegt – also darauf, nicht an ein einzelnes KI-Tool gebunden zu sein. Das ist zwar ein echter Vorteil dieser Architektur, aber eben nicht ihr eigentlicher Zweck. Das vorrangige Ziel bleibt ein anderes, rein prozessuales: aus passiv gesammeltem Wissen aktiv nutzbares Wissen zu machen – genau das Second-Brain-Ziel, dem sich der nächste Beitrag dieser Serie widmet. Die Trennung von Wissen und Regeln sorgt dafür, dass diese Regeln nicht in einzelnen Chat-Konfigurationen verwässern, sondern an einem Ort dauerhaft erhalten bleiben. Dass dadurch zusätzlich jedes KI-Tool dieselben Regeln vorfindet, ohne dass sich am Wiki selbst etwas ändern müsste, ist eine wertvolle Nebenfolge dieser Architektur – kein eigenständiges Ziel daneben.

Ergebnis

Diese Klarstellung – Werkzeugunabhängigkeit als Nutzen, nicht als Zweck – ist inzwischen fest im Zielverständnis-Dokument meines Second Brain verankert und dient seither als Leitplanke für alle weiteren Architekturentscheidungen: Jede neue Regel, jeder neue Leitfaden landet in der WIE-Ebene, nicht vermischt mit dem eigentlichen Wissen.

Ausblick

Mit dieser Drei-Schichten-Architektur im Kopf – Wissen, Regeln, Werkzeug sauber getrennt – konnte ich mich der eigentlich drängenderen Frage zuwenden: Nach welcher inhaltlichen Logik soll das Wissen selbst überhaupt geordnet werden? Davon handelt der nächste Teil dieser Serie.